Dachfonds

Vermögensverwaltung im Dachfonds (Fund of Funds)

Der Dachfonds ist ein Fonds, der wiederum in Anteilscheine anderer Investmentfonds investiert. Am anschaulichsten beschreibt der englische Ausdruck "Fund of Funds" dieses Investment. Der Dachfonds gehört in vielen Ländern schon lange zum Standardrepertoire der Fondsangebote, wurde in Deutschland aber erst mit dem 3. Finanzmarktförderungsgesetz am 1. April 1998 zugelassen.

 

Welche Kriterien sind maßgeblich für die Auflage eines Investmentfonds?

 

Die Ziele einer langfristig erfolgreichen Vermögensverwaltung, durch Streuung das Risiko einzugrenzen und eine langfristig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen, konnten bisher nur durch hohen Kapitaleinsatz des Anlegers realisiert werden.

Die Diversifikation erfolgt sowohl in regionaler Hinsicht, d.h. Präsenz an den führenden Finanzplätzen bzw. Märkten der Welt, durch Auswahl von Spezialfonds, wie beispielsweise Internet-, Pharma-, Kommunikations-, Biotech-Beteiligungen, als auch durch verschiedene Anlagearten (Aktien- und Rentenfonds und deren Mischung). Die Auswahl der einzelnen Fondsmanager der Zielfonds mit verschiedenen Managementstilen tragen ebenso zur Diversifikation bei.

Durch die Einführung des Dachfonds ergibt sich erstmals für den Kleinanleger die Möglichkeit, durch kosteneffiziente Vermögensverwaltung eine hohe Diversifikation (Risikostreuung) seiner Anlage zu erreichen.

Die Bewertung eines Fonds beruht nicht nur auf der Wertentwicklung in verschiedenen Zeiträumen, sondern auch auf dessen Risikostruktur. Indikatoren sind hierbei Volatilität und Verlustphasen. Die Volatilität spiegelt die (Kurs-) Schwankungsbreite einer Anlage wieder. Je größer diese ausfällt, desto risikoreicher ist dieses Investment. Die Verlustphasen werden nach maximaler Höhe und Dauer gemessen. Werden diese Werte mit dem entsprechenden Index, beispielsweise dem DAX, in Beziehung gesetzt, ergibt sich ein erstes Profil des Fonds.

 

Vorteile einer professionellen Vermögensverwaltung beim Dachfonds für den Anleger  Research

Eine professionelle Vermögensverwaltung wird ihre Auswahl darüber hinaus von weiteren Kriterien abhängig machen: singuläre Ereignisse, welche die Entwicklung des Fonds beeinflussten, Anlagestrategie des Managers, personelle Änderungen im Analystenteam bzw. im Management, Absicherungen des Fonds von Aktienmarkt und Währung etc. Nicht zuletzt werden durch Pflege des persönlichen Kontakts zu den Fondsmanagern diese Informationen komplettiert.

 

Switchkosten/Steuervorteile

Beim Fondswechsel im Portfolio des Dachfonds sind keine Spekulationsfristen einzuhalten und es fallen für den Anleger keinerlei Wechselgebühren an, d.h., der Manager des Dachfonds kann ohne Verzögerung reagieren und den Fonds den sich ändernden Marktbedingungen anpassen.

 

Sicherheit

Der Dachfonds muss, bevor er angeboten werden darf, durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen geprüft und genehmigt werden.

 

Transparenz

Unter der entsprechenden Wertpapierkennnummer ist ein Handel möglich und eine jederzeitige Veräußerung zum Rücknahmewert gewährleistet. Dieser Rücknahmekurs ist über den Börsenteil überregionaler Zeitungen, per Videotext und natürlich über das Internet abrufbar.

 

Kosten

Beim Dachfonds fallen relativ geringe Kosten an. Neben dem bei der Anlage anfallenden Ausgabeausschlag ist nur noch eine geringe Managementgebühr und Depotführungsgebühr zu entrichten. Erstmals wird einer großen Zahl von Anlegern der Zugang zu professioneller Vermögensverwaltung möglich. Bei hohen Renditechancen, überschaubarem Risiko und jederzeitiger Verfügbarkeit ist der Dachfonds hervorragend zur mittel- bis langfristigen Kapitalanlage geeignet.